einen verschnupfen guten tag wünsche ich. oh man, jetzt sitze ich schon 5 minuten vor diesem satz und will nicht so wirklich in einen schreibfluss kommen. sekunde, ich mach mir nen tee. weiter gehts: gestern schreiben wir also den sagenumwobenen 22.2., ein freitag mehr oder weniger, wie jeder andere auch. da iris, marit und meret (könnt jetzt auch ich schreiben, aber dann ich der namenwitz ja weg. den muss man ausreizen) die große ehre zuteil geworden war, kostenfrei eines der fantastischen THE FASHION-konzerte zu besuchen, sollte der abend doch äußerst erfreulich ausklingen.
soviel zur exposition (meine profil-lehrerinnen wären stolz auf mich, deutsch und englisch) kommen wir nun mit ordentlich taschentüchern bewaffnet zur steigenden handlung.freudig hüpfend wurde iris um 19:15 auf dem s-bahnhof neukölln eingesammelt. die kleine folgte uns ganz zahm in den ring, der treffenderweise genau bis zur greifswalder fuhr und hatte sogar noch ein kleines präsent in der hinterhand: ein fläschchen eistee mit pflaumengeschmack. das passte natürlich gut zu felix' naturtrüben apfelsaft und der limo sowie meinem geheimrezept, cola mit kirschnektar.
...moment, ich putz mir kurz die nase geht gleich weiter...
glücklich stürmten wir aus der bahn, als diese an der endstation hielt (ha ha...eine ringbahn mit ner endstation ist ja auch ein ganz schöner fake). pfeifender gegenwind pustete uns die imaginären zauberhüte von den köpfen und die straßenbahn fuhr imaginär schritttempo. wir entschieden uns also zu laufen und dabei etwas zu trinken. problem: " ich kann nicht gegen den wind trinken." da hilft nur stehen bleiben - umdrehen - flasche ansetzen - trinken - schlucken - zurückdrehen - flasche weitergeben. möglichst in der reihenfolge, sonst könnte es zu feuchten missgeschicken kommen.
angekommen am magnet, waren wir wider erwarten und trotz wind etwas zu früh. also suchten wir uns ein lauschiges hauseingangchen, in dem wir es uns gemütlich machten und gewürmte spiele spielten, iris und felix durch die gegen krawehlten und eine ratte ...u know ...RATTE!!!...uns vertrieb. also ab in den club. felix war für ein paar minuten marit, da auch er gern umsonst reinkommen wollte und marit eh keine zeit hatte. allet magnetissimo, besonders das dicke, fette eddingkreuz, dass der türsteher allen unter achtzehnjährigen auf die hand schmierte. schon war felix wieder der außenseiter.
nach zwei komischen vorbands, deren musik ich dank meiner erkältung nur als breiigen matsch empfand, ner menge fotos und stickergeklebe auf shirts, wänden und sitzmöglichkeiten ging es zur sache. die fashionkönige betraten unter dröhnendem jubel, die bretter der hauptstadt. (wohlgemerkt nicht "bühne der hauptstadt", irgendwie ist das magnet zu lang und nicht breit genug. punkt.) und die vier jungens gaben richtig gas. selbst normalerweise ruhigere songs waren einfach nur wie zum pogen gemacht. genial waren auch die 5-7 sekunden die ich selber auf der bühne stand, bis der blöde, böseguckende, bionadetrinkende, behämmerte securitymensch uns da wieder runterwinkte. jetzt mit einiger entfernung kann ichs ja sagen: DU PENNER! bist doch bestimmt einer von denen, die früher im kindergarten auch schon petzen gegangen sind.
also wurde unten bis zum schluss alles gegeben und jede pore ausgeschwitzt. meine bakterien haben sich auf jeden fall schlimmer verbreitet, als ne kettenmail. am ende des konzertes und der kräfte, reichte mir der knuffige bassist noch eine flasche wasser, die natürlich unter meinen durstigen mitstreitern die runde machte und nie wieder gesehen ward. doch vorsorglich hatte ich den deckel gleich eingesteckt. hihi. statt eines plektrums ergatterte ich immerhin noch die setlist.
mit der abschließenden erkenntnis, dass einbahnstraßen keine sackgassen sein sollten und auch ein wendekreis dort what we call sinnfrei wäre, verabschiede ich mich in den rest des wochenendes. hach, bei der vorstellung wie hunderte von autos in eine straße reinfahren und niiiie wieder rausfahren dürfen, könnt ich mich schon wieder auf dem boden rollen.
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